Wichtige Informationen und Downloads
 
02.11.2020

Teilweise Schließung der Einrichtungen des BALL e.V. für den Publikumsverkehr im Monat November

Leider müssen wir Ihnen auf Grund der neuerlichen Festlegungen der Infektionsschutz-verordnung eine teilweise Schließung der Einrichtungen des BALL e.V. für den Publikumsverkehr im Monat November verkünden.
Davon sind die Kurse/Veranstaltungen im Freizeitsport und alle Aktivitäten der kreativen und musikalischen Freizeitgestaltung betroffen.
Auch wenn der BALL e.V. aufgefordert ist, die Kontakte auf ein absolut notwendiges Minimum zu verringern, werden wir das Angebot der Bildung, der Beratung, der sozialen Unterstützungsleistungen, der Orientierungshilfen für externe Ansprechpartner bei konkreten Problemlagen und die Ausfüllhilfen bei Antragstellungen gegenüber Ämtern und Behörden weiter aufrechterhalten.
Sie erreichen die Mitarbeiter der Geschäftsstelle unter der Rufnummer: (030) 54 98 910, das Team des Bürgerhaus Südspitze unter der Rufnummer: (030) 54 221 55 bzw. per E-Mail unter buergerhaus@ball-ev-berlin.de, den Beratungsservice unter der Rufnummer: (030) 78 083 596 und das Team des Stadtteilzentrums Biesdorf unter der Rufnummer: (030) 52 678 4591 bzw. per E-Mail unter stadtteilzentrum.biesdorf@ball-ev-berlin.de.
Wir werden auch mit Aushängen über die im November 2020 noch möglichen Aktivitäten der Häuser informieren.
Wir danken für Ihr Verständnis und bleiben Sie gesund!
 

 
18.08.2020

Kostenlose Pflegerechtsberatung

Ab dem 24.08.2020 startet die Verbraucherzentrale Berlin eine kostenlose Pflegerechtsberatung. Sie bietet Ratsuchenden Verbraucherinnen und Verbraucher eine spezialisierte Rechtsberatung zu ihren Rechten in ambulanter und stationärer Pflege je nach Pflegesituation und individueller Lebenslage. Auch wenn die Pflegerechtsberatung keine Rechtsberatung zu den Ansprüchen gegenüber den Pflege- und Krankenkassen ist, werden durch sie auch außergerichtliche Rechtsvertretungen übernommen. Zusätzlich informiert die Pflegerechtsberatung die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegestützpunkte zu den rechtlichen Fragen in der Pflege und bietet Vorträge, Workshops und andere Maßnahmen zur Schulung für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Fachpublikum an.

Termine für die Pflegerechtsberatung sind über das Termintelefon (030) 214 85-0 montags bis freitags in der Zeit von 10:00 – 16:00 Uhr oder über die Online-Terminbuchung zu vereinbaren.
https://www.verbraucherzentrale-berlin.de/gesundheit-pflege/pflegerechtsberatung-50626
 

 
03.04.2020

Ausweitung der telefonischen Erreichbarkeit der Berliner Pflegepflegestützpunkte

Um hilfe- und pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen, erweitern die Pflegestützpunkte vorerst bis zum 19.04.2020 die Beratungszeiten ihres berlinweiten Servicetelefons. Aus der Corona-Pandemie erwachsen zum Teil vollkommen neue Problemlagen. Pflegende können ihre Angehörigen nicht mehr besuchen, für sie einkaufen oder ihnen bei einfachen Verrichtungen im Alltag helfen. Oder der professionelle Dienst stellt seine Hilfe ein und nun wird dringend ein neues Angebot gesucht. Auch Nachfragen nach nachbarschaftlichen Hilfen, Haushaltsdiensten, Pflegebegutachtung am Telefon und Widerspruchsmöglichkeiten oder Unterstützungsangeboten bei Krankenhausentlassungen erreichen die Pflegestützpunkte vermehrt. Die Mitarbeiter/-innen der drei Marzahn-Hellersdorfer Pflegestützpunkte nehmen sich Zeit für vertrauliche Telefonate beraten zu den bestehenden Angeboten und unterstützen bei der Organisation von Hilfen. Ab sofort, bis vorerst 19.04.2020, sind sie täglich von Montag bis Sonntag auch an den Feiertagen von 9:00 bis 18:00 telefonisch unter 0800 59 500 59 erreichbar.
 

 
02.04.2020

Bezirkliche Koordinierungsstelle bringt Helfende und Hilfesuchende zusammen

In Marzahn-Hellersdorf hat mit der Zielstellung, gemeinsam die Corona-Krise zu bewältigen, zusammenhalten und füreinander da sein, eine bezirkliche Koordinierungsstelle für freiwilliges Engagement ihre Arbeit aufgenommen. Um Hilfesuchende und Helfende schneller zusammenzubringen, hat sich die FreiwilligenAgentur Marzahn-Hellersdorf mit Stadtteilzentren, Nachbarschaftseinrichtungen und der Selbsthilfekontaktstelle vernetzt. Per Telefonhotline, E-Mail und Website ist sie als zentrale Anlaufstelle für alle Nachbarinnen und Nachbarn erreichbar, die Unterstützung benötigen oder selbst Hilfe in diesen Zeiten anbieten möchten. So können beispielsweise Apothekengänge, Einkaufen, Fahrdienste, telefonischer Besuchsdienst und das Kümmern um ein Tier vermittelt werden. Es wird zugehört, beraten und es werden auch Hinweise gegeben, wo man sich z.B. über Infektionsrisiken informieren kann. Zu erreichen ist die Koordinierungsstelle unter der Rufnummer (030) 7623 6500, oder per E-Mail. kontakt@fwa-mh.de. Weitere Informationen unter: http://aller-ehrenwert.de/coronahilfe/.
Darüber hinaus sind auch das Stadtteilzentrum Biesdorf und das Bürgerhaus Südspitze weiterhin per Telefon, E-Mail und über Online-Beratungen erreichbar!
 

 
25.03.2020

Aussetzung der Projektstruktur in der öffentlich geförderten Beschäftigung vorerst bis zum 19.04.2020

Der BALL e.V. wurde am 24.03.2020 angewiesen, die bestehende Projektstruktur in der öffentlich geförderten Beschäftigung ebenfalls vorerst bis zum 19.04.2020 auszusetzen.
Die nachbarschaftliche Hilfe (z.B. wichtige Einkäufe oder Apothekengänge) kann daher ab dem 25.03.2020 nur noch auf der Basis individueller Absprachen erfolgen.
Sollten Sie einen diesbezüglichen Hilfebedarf haben, wenden Sie sich bitte unter der Rufnummer (030) 76 236 500 oder unter kontakt@fwa-mh.de an die Freiwilligenagentur Marzahn-Hellersdorf, welche diese Hilfen koordiniert oder nutzen Sie das Netzwerk www.nebenan.de.

Vielen Dank Vorab für Ihr Verständnis und vor allem eins: Bleiben Sie und Ihre Familien gesund!
 

 
16.03.2020

Einschränkungen im Publikumsverkehr

In Kenntnisnahme und Entsprechung der Festlegung des Berliner Senats (SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung vom 14.03.2020) werden mit sofortiger Wirkung, vorerst bis zum 19.04.2020 das STZ Biesdorf und das Bürgerhaus für den Publikumsverkehr geschlossen. Damit entfallen ab sofort in diesem Zeitraum alle Kurse und sonstigen Veranstaltungen.
Beide Einrichtungen sind weiterhin personell besetzt und stehen Ihnen bei Bedarf für telefonische Auskünfte zur Verfügung. Für die Gruppe der schutzbedürftigen Personen im unmittelbaren Umfeld der Häuser (hier insbesondere ältere Menschen ab 60+ mit chronischen Erkrankungen, vor allem chronischen Lungenerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und/oder Diabetes und/oder Krebserkrankungen) gewähren beide Einrichtungen bei Bedarf Unterstützung beim Einkauf von Lebensmitteln und/oder bei der Abholung von Medikamenten. Sollten Sie eine solche Unterstützung benötigen, melden Sie sich bitte telefonisch unter der Rufnummer: (030) 526 784 593 (Stadtteilzentrum Biesdorf) bzw. der Rufnummer: (030) 542 21 55 (Bürgerhaus Südspitze). Wir werden zeitnah mit Ihnen Kontakt aufnehmen und eine Unterstützung bereitstellen.
Wir bedauern diese Einschränkungen, aber die Verlangsamung der Verbreitung des Virus hat für uns oberste Priorität. Auf der Homepage www.ball-ev-berlin.de werden wir aktuell berichten, wenn sich Änderungen für die weitere Verfahrensweise ergeben.
Vielen Dank Vorab für Ihr Verständnis und vor allem eins: Bleiben Sie und Ihre Familien gesund!
 

 
27.02.2020

Bewerbungen Schwerbehinderter oder dieser gleichgestellten Personen bei öffentlichen Arbeitgebern (BAG (Az. 8 AZR 484/18) vom 23. Januar 2020)

Nach Auffassung des BAG muss ein öffentlicher Arbeitgeber, dem die Bewerbung einer fachlich nicht offensichtlich ungeeigneten schwerbehinderten oder dieser gleichgestellten Person zugehe, diese zu einem Vorstellungsgespräch einladen. Das Unterlassen einer Einladung zu einem Vorstellungsgespräch ist ein Indiz i.S.v. § 22 AGG, das die Vermutung begründe, dass der Bewerber wegen seiner Schwerbehinderung bzw. Gleichstellung nicht eingestellt wurde. Diese Vermutung müsse der Arbeitgeber dann nach § 22 AGG widerlegen. Sollte das dem Arbeitgeber nicht hinreichend gelingen hat der erfolglose Bewerber einen Anspruch auf eine Entschädigung aus § 15 Abs. 2 AGG
 

 
03.02.2020

Neue Weisung zur Beratung durch das Jobcenter

Im Dezember 2019 wurde die Fachliche Weisung zu § 14 SGB II (Beratung) neu gefasst. Danach gilt für das SGB II über den § 14 Abs. 2 SGB II eine weit über die Beratung nach § 14 SGB I hinausgehende Beratungspflicht. Diese hat sich nach § 14 Abs. 2 S. 3 SGB II am „Empfängerhorizont“ zu orientieren.
 

 
19.11.2019

Sicherung der Wohnkosten für Inhaftierte

Caritas und Diakonie und ihre Fachverbände der Straffälligenhilfe setzen sich für eine Sicherung der Wohnkosten für Inhaftierte ein: Zu häufig stehen die Betroffenen bei Entlassung buchstäblich auf der Straße, weil ihre Miete selbst bei kurzer Haftzeit nicht übernommen wurde. Oft wird geltendes Recht nur ungenügend umgesetzt. Das Papier soll dabei helfen, indem es die Rechtslage darstellt, problematische Punkte aus der Praxis benennt und Lösungsansätze benennt. Zum Beispiel zeigte sich, dass ein Teil des Problems ist, dass nicht selten Anträge auf Übernahme der Wohnkosten gar nicht gestellt werden. Hier sehen wir die JVA in der Pflicht, bei Neuzugängen darauf zu achten, dass die Frage, was passiert mit der Wohnung während der Haft und kann der Betroffene nach der Haft in die Wohnung zurück, geklärt ist. Dies muss vor Ort mit den Beteiligten Akteuren besprochen werden. Ein weiteres Problem war, dass manche Sozialämter die Bewilligungsmöglichkeiten fast schon systematisch nicht ausschöpfen. Hier müsste man das Gespräch mit den betreffenden Sozialämtern gesucht werden.
 

 
14.10.2019

SG Bayreuth sieht die Anrechnung von Betriebskostenerstattung im SGB II – Leistungsbezug aus Zeiten des Nichtleistungsbezuges als nicht zulässig an

Das SG Bayreuth hat in einem Urteil (19.09.2019, Az. S 17 AS 7/19) entgegen der Rechtslage in § 22 Abs. 3 SGB II die Anrechnung von Betriebskostenguthaben aus Zeiten des Nichtleistungsbezuges in einer verfassungskonformen Auslegung als nicht zulässig erachtet. Das SG Bayreuth vergleicht dabei die Rückerstattung aus Zeiten ohne Leistungsbezug mit der Regelung der teilweisen Nichtanrechnung einer BK-Erstattung in dem Fall einer nichtvollständigen Anerkennung der KdU und der Differenzbetrag vom Leistungsberechtigten aus dem Regelbedarf erbracht wird (§ 22 Abs. 3 2. TS SGB II). Damit ist eine richtige, bundesweit auch relevante Diskussion eröffnet worden.
 

 
20.08.2019

Anspruch auf Übernahme Schulbuchkosten

Das Bundessozialgericht hat in zwei aktuellen Urteilen entschieden, dass ein zusätzlicher Anspruch auf Übernahme von Schulbuchkosten besteht, wenn diese nicht nach landesrechtlichen Bestimmungen übernommen werden oder es dafür keine Befreiung gibt (BSG v. 08.05.2019 - B 14 AS 6/18 R und B 14 AS 13/18 R). Dieser Übernahmeanspruch besteht trotz der Änderungen beim Bildungs- und Teilhabepaket zum 1. August.
Diese Urteile sind verbindliches Recht und müssen von den Jobcentern angewendet werden. Kein Jobcenter hat hier mehr Ermessen.
In der Folge haben jetzt auch schon zwei Sozialgerichte entschieden, dass dieser Anspruch sich auch auf die Übernahme der nach landesgesetzlichen Bestimmungen erforderlichen Eigenanteile oder Selbstbehalte für Schulbücher bezieht (SG Köln v. 29.05.2019 – S 40 AS 352/19, SG Düsseldorf v. 5.08.2019 – S 35 AS 3046/19 ER).
Aufgrund der viel zu geringen Regelbedarfe im SGB II, im SGB XII und beim AsylbLG möchten wir dazu aufrufen, diese Schulkosten massenhaft zu beantragen, um dadurch diesen Anspruch für alle erkennbar und spürbar durchzusetzen.
 

 
17.07.2019

Interessenbekundung Solidarisches Grundeinkommen

Am heutigen Tag um 08.00 Uhr startete das Interessenbekundungsverfahren zum Solidarischen Grundeinkommen. Da die Zahl der Förderungen im Pilotprojekt auf maximal 1.000 begrenzt ist, wurde ein Interessenbekundungsverfahren für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber vorgeschaltet, bei dem Interessenten ihre Arbeitsplatzangebote anmelden konnten. Auch der BALL e.V. will sich mit 8 Stellen an diesem Pilotprojekt beteiligen. Nun heißt es abwarten, ob die durch uns vorgeschlagenen Stellen die Fördervoraussetzungen erfüllen. Wenn ja, werden selbige von der zuständigen Senatsverwaltung zur Vermittlung freigegeben
 

 
03.04.2019

Niedriglohnsektor ist größer als bislang angenommen

Trotz Arbeitsmarktboom und Mindestlohn: Bei einem Viertel aller abhängigen Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland werden Niedriglöhne von unter 10,80 Euro gezahlt. Der Arbeitsmarkt boomt und die Arbeitsnachfrage ist hoch. Dennoch arbeitet etwa ein Viertel der abhängig Beschäftigten in Deutschland zu Niedriglöhnen. Dieser beachtliche Anteil ist im europäischen Vergleich einer der größten. Der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten stagniert seit 2008 bei etwa einem Viertel – Rund neun Millionen Beschäftigungsverhältnisse mit Niedriglöhnen, inklusive Nebentätigkeiten – Besonders junge Erwachsene, Frauen, MigrantInnen und Ostdeutsche erhalten überdurchschnittlich häufig Niedriglöhne – Neue Minijobregelungen, bessere Qualifizierung und offensivere Lohnpolitik können helfen, den Niedriglohnsektor einzudämmen.
 

 
15.01.2019

Entwurf des Starke-Familien-Gesetzes

Die Bundesregierung hat den Entwurf des Starke-Familien-Gesetzes beschlossen. Das Gesetz soll Familien mit kleinen Einkommen Unterstützung bieten und für bessere Teilhabechancen von Kindern ermöglichen. Der Kinderzuschlag wird neu gestaltet, zugleich werden die Leistungen für Bildung und Teilhabe für Kinder und Jugendliche verbessert. Zum 1. Juli 2019 wird der Kinderzuschlag auf 185 Euro pro Kind und Monat erhöht. Eine Neuregelung sorgt dafür, dass das Einkommen des Kindes, wie z.B. Unterhalt, den Kinderzuschlag nicht mehr so stark wie bisher mindert. Damit wird der Kinderzuschlag für Alleinerziehende geöffnet. Zum 1.1.2020 entfällt die obere Einkommensgrenze (bisherige "Abbruchkante") und eigenes Einkommen der Eltern mindert die Leistung nur noch zu 45 Prozent. Die Leistung fällt nicht mehr abrupt weg, sondern läuft langsam aus, so dass mehr Geld bei den Familien bleibt, wenn Eltern etwas mehr verdienen. Künftig können auch Familien den Kinderzuschlag erhalten, die keine ergänzenden SGB II-Leistungen beziehen, obwohl sie ihnen zustehen – Stichwort: verdeckte Armut. Sie können Kinderzuschlag und Wohngeld erhalten, wenn sie nur knapp – bis zu 100 Euro – unter dem SGB II-Anspruch liegen. Mit dem Starke-Familien-Gesetz werden auch die Leistungen für Bildung und Teilhabe verbessert und deutlich vereinfacht. So wird das Schulstarterpaket von 100 auf 150 Euro im Jahr erhöht. Alle anspruchsberechtigten Kinder bekommen ein kostenfreies gemeinschaftliches Mittagessen in Schule, Kita und Kindertagespflege, und Schülerinnen und Schüler erhalten ein kostenloses ÖPNV-Ticket. Auch die Lernförderung wird verbessert, indem es sie auch für Schülerinnen und Schüler gibt, die nicht unmittelbar versetzungsgefährdet sind
 

 
26.11.2018

Mit Digitalisierung neue Teilhabechancen eröffnen

Unter dem Motto "inklusiv - digital" diskutierten in Berlin rund 500 Gäste Chancen und Risiken der Digitalisierung für Menschen mit Behinderungen. Am 19. und 20. November 2018 fanden in Berlin die diesjährigen Inklusionstage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales statt, eine der bundesweit größten alljährlich veranstalteten Konferenzen für Politik für Menschen mit Behinderungen
 

 
04.10.2018

Teilhabechancengesetz - Gesetzentwurf

Der aktuelle Gesetzentwurf: Gesetz zur Änderung des SGB II - Schaffung neuer Teilhabechancen für Langzeitarbeitslose auf dem allgemeinen und sozialen Arbeitsmarkt (10. SGB II-ÄndG - Teilhabechancengesetz) liegt nun vor. Beinhaltet die Teilhabe am Arbeitsmarkt als neues Instrument zur Förderung sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung arbeitsmarktferner Personen (§ 16i SGB II) und die Neufassung der Förderung von Arbeitsverhältnissen nach § 16e SGB II.
 

 
21.08.2018

Zwangsverrentung im Rechtskreis des SGB II

Erstmals legt die Forschungsstelle im Paritätischen Gesamtverband Schätzungen zur Zahl der Betroffenen vor.
Ältere SGB-II-Leistungsberechtigte sind gesetzlich verpflichtet, vorzeitig in Altersrente zu gehen („Zwangsverrentung“), sofern die rentenrechtlichen Voraussetzungen bestehen und kein Ausnahmegrund vorliegt. Für die betroffenen Personen bedeutet dies lebenslange Abschläge bei der Altersrente.
Offizielle Angaben über die Zahl der Betroffenen liegen nicht vor, da die Statistik der Rentenversicherung keinen Aufschluss darüber gibt, ob Anträge freiwillig oder unfreiwillig gestellt wurden. Auch die Bundesagentur für Arbeit erhebt dazu keine Zahlen.
Die Paritätische Forschungsstelle unternimmt es deshalb mit der vorliegenden Kurzexpertise erstmals, den Umfang der Zwangsverrentungen näherungsweise zu bestimmen. Sie stützt sich dabei auf eine Sonderauswertung der Statistik der Bundesagentur für Arbeit, die diese für den Paritätischen vorgenommen hat. Dabei zeigt sich, dass Zwangsverrentungen weiterhin in erheblichem Umfang stattfinden, obwohl das Bundesministerium für Arbeit und Soziales im September 2016 meldete, Zwangsverrentungen „abgeschafft“ zu haben. Zwar hat sich die Zahl der Abgänge von arbeitslosen Leistungsbeziehenden im Alter von 63 und 64 Jahren aus dem SGB II nach einer Reform der sogenannten Unbilligkeitsverordnung, die Ausnahmen von der Zwangsverrentung regelt, verringert. Auch 2017 waren jedoch noch 49.119 Abgänge der über 63-Jährigen und 22.473 Abgänge von über 64-Jährigen aus dem SGB II in die Nichterwerbstätigkeit oder ohne weiteren Aufschluss zu verzeichnen. Das sind mehr als doppelt so viele, wie etwa fünf Jahre zuvor, im Jahr 2012.
Schon jetzt summiert sich die Zahl der mit zum Teil hohen Abschlägen verrenteten SGB-II-Bezieher auf eine sechsstellige Zahl. Die vorliegenden Zahlen lassen zwar weiterhin keine genaue Bestimmung der Zahl der konkret „Zwangsverrenteten“ zu, weil darin u.a. auch Leistungsbeziehende enthalten sind, die in eine Erwerbsminderungsrente wechseln. Da die Menschen aber nicht in eine Erwerbstätigkeit wechselten und im Regelfall auf zusätzliche Sozialleistungen angewiesen bleiben, die sie grundsätzlich vorrangig in Anspruch nehmen müssen, ist trotz der Reform der Unbilligkeitsverordnung 2017 nach wie vor von einer fünfstelligen Anzahl von zwangsverrenteten Menschen pro Jahrgang auszugehen. Für die Betroffenen folgen daraus zum Teil erhebliche und lebenslang wirkende Abschläge auf den monatlichen Rentenanspruch, die sich schnell auf mehrere tausend Euro summieren. Arbeitsmarktpolitisch läuft die Zwangsverrentung dem von der Bundesregierung selbst gesteckten Ziel zuwider, auch älteren Menschen im Erwerbsleben zu halten. Sollte die Praxis der „Zwangsverrentung“ nicht geändert werden, drohen vielen weiteren Betroffenen massive Einbußen bei ihren erworbenen Rentenansprüchen.
 

 
18.06.2018

Ab Juli 2018 wieder Rentenberatung im Bürgerhaus Südspitze

Herr Dietrich Schneider, Versichertenberater DRV Bund, wird ab Juli 2018 die Nachfolge unseres langjährigen Versichertenberaters Herrn Johannes Reichmann antreten und für die Rentenberatung im Bürgerhaus Südspitze Verantwortung tragen. Für Juli sind folgende Termine geplant:
Dienstag, 03.07.2018 ab 14.00 Uhr
Donnerstag, 12.07.2018 ab 15.00 Uhr
Dienstag, 31.07.2018 ab 14.00 Uhr

Ratsuchende melden sich bitte telefonisch unter der Rufnummer 54 22 155 an und vereinbaren einen Termin.

 

 
29.03.2018

Aktionstag „Teilhabe bewegt“ am 26.04.2018

Europaweit wird der 05. Mai eines jeden Jahres als „Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ begangen. Damit soll deutlich gemacht werden, dass es eines Europas für alle bedarf. Das diesjährige Motto lautet: "Inklusion von Anfang an". Rund um diesen Protesttag veranstalten Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe überall in Deutschland Podiumsdiskussionen, Informationsgespräche, Demonstrationen und andere Aktionen. Dabei geht es darum, die Kluft zwischen dem im Grundgesetz verankerten Anspruch der Gleichberechtigung für alle Menschen und der Lebenswirklichkeit Stück für Stück zu überwinden.
In Marzahn-Hellersdorf veranstaltet der Behindertenbeirat des Bezirkes bereits am 26.04.2018 einen Aktionstag, mit welchem er Engagement bündeln und Aufmerksamkeit gewinnen will. Ziel ist es, immer mehr Bürgerinnen und Bürger dafür zu gewinnen, sich für die Rechte von Menschen mit Behinderung zu engagieren und den Forderungen nach einer Gesellschaft für alle Menschen Nachdruck zu verleihen.
Alle Bürger/-innen sind herzlich eingeladen, sich über die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen im Bezirk zu informieren und sich davon zu überzeugen, mit wie viel Kraft und Lebensfreude auch Menschen mit Behinderung ihren Alltag meistern. Besuchen Sie den Aktionstag am 26.04.2018 in der Zeit von 14.00-18.00 Uhr im Freizeitforum Marzahn und in der Frauensporthalle.
 

 
10.08.2017

Arbeitslosenselbsthilfe – gut informiert raus aus der Arbeitslosigkeit

Auf der kostenfreien Ratgeberseite www.arbeitslosenselbsthilfe.org der Interessengemeinschaft Sozialrecht e.V. finden Ratsuchende einen Überblick sowie umfangreiche Informationen zu den Voraussetzungen für Arbeitslosengeld I/II, und zur Beantragung. Darüber hinaus finden sich dort neben vielem Wissenswertem auch hilfreiche Muster und Formulare. Die Interessengemeinschaft Sozialrecht e.V. wurde im Januar 2017 in Berlin gegründet. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Transparenz im Bereich Sozialrecht zu schaffen, um interessierten Bürgerinnen und Bürgern einen Einblick in die wichtigsten Themen zu bieten.
Ziel und Zweck der Interessengemeinschaft e.V. ist die Beobachtung sozialrechtlicher Entwicklungen, Analyse und Kommentierung aktueller Rechtsprechungen sowie der Bereitstellung von Informationen und Hilfestellungen für Leistungsempfänger und Interessierte. Dabei verfolgt der Verein keinerlei eigenwirtschaftliche Zwecke.
 

 
28.07.2017

Erweiterung des Unterhaltsvorschusses

Zum 01.07.2017 trat das neue Unterhaltsvorschussgesetz (UhVorschG) in Kraft. Der Unterhaltsvorschuss wird (unter gleichzeitigem Wegfall bisherigen Höchstbezugsdauer) auf Kinder ab Vollendung des 12. bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres erweitert. Die neue Altersgruppe hat einen Anspruch auf Unterhaltsvorschuss, wenn:
1. kein SGB II-Leistungsbezug des Kindes vorliegt oder
2. Hilfebedürftigkeit des Kindes durch Gewährung der UV-Leistung vermieden werden kann, oder
3. der alleinerziehende Elternteil mindestens 600,00 EUR Brutto-Einkommen erzielt.
Die Unterhaltsvorschussleistungen betragen ab dem 01.07.2017 für Kinder ab Vollendung des 12. bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres 268,00 EUR monatlich.
Der UV stellt weiterhin eine vorrangige Leistung im Sinne des § 12a Zweites Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) dar. Die Anrechnung der Unterhaltsvorschuss-Leistungen darf erst mit deren Auszahlung erfolgen. Die Jobcenter sind aufgefordert, schnellstmöglich die betroffenen Bedarfsgemeinschaften zu identifizieren und die Leistungsberechtigten zur Stellung des entsprechenden Antrags nach § 12a SGB II aufzufordern. Da bei Leistungsbeziehern nach dem SGB II der Unterhaltsvorschuss als Einkommen bei den Leistungen des Kindes nach dem SGB II berücksichtigt wird, sind die Jobcenter gehalten, einen entsprechenden Erstattungsanspruch bei den Unterhaltsvorschuss-Stellen anzumelden.
 

 
24.07.2017

Super-Ferien-Pass 2017/2018

Ab Donnerstag, den 20. Juli 2017 ist der neue Super-Ferien-Pass 2017/18 gültig und bietet Berliner Kindern und Jugendlichen für die kommenden 100 Ferientage eine Vielzahl von Preisvorteilen. Enthalten sind über 180 „Super-Preise“ für Kinder und für Jugendliche aus den Bereichen Sport, Spiel, Sehenswürdigkeiten, Kultur und Kreatives. Die Coupons mit Preisvorteilen von 20 % bis 50 % können individuell verwendet werden und ermöglichen jeden Tag aufs Neue spannende und abwechslungsreiche Ferientage. Thematisch ist der Super-Ferien-Pass in einen Kinderteil bis 11 Jahre und einen Jugendteil von 12 bis 18 Jahren aufgeteilt. Der Mittelteil enthält altersunabhängige Angebote, wie z.B. die im Sommer besonders beliebte Badekarte. Mit ihr ist täglicher Badespaß in den Bädern der Berliner Bäder-Betriebe garantiert. Den Super-Ferien-Pass gibt es für 9,00 EUR u.a. in allen Berliner REWE-Märkten, den Bädern der Berliner Bäder-Betrieben und in vielen Berliner Bürgerämtern. Der Pass gilt für Berliner Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre. Alle Angebote sind auch im Internet abrufbar. Mehr Informationen zum Super-Ferien-Pass 2017/2018: www.jugendkulturservice.de. Die Herausgabe vom Super-Ferien-Pass erfolgt im Auftrag und mit finanzieller Unterstützung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.
 

 
03.07.2017

Die neue Pfändungstabelle wurde im BGBl. veröffentlicht

Danach erhöhen sich die Pfändungsfreigrenzen nach §850c Absatz 1 und 2 Satz 2 ZPO zum 1. Juli 2017 folgendermaßen:
- Bei Alleinstehenden/keine zu berücksichtigenden unterhaltsberechtigte Personen von 1.073,88 auf 1.133,80 Euro monatlich,
- bei einer zu berücksichtigenden unterhaltsberechtigten Person von 404,16 auf 426,71 Euro monatlich,
- bei weiteren unterhaltsberechtigten Personen, je weiterer Unterhaltspflicht von 225,17 auf 237,73 Euro monatlich.
- Bisher war der 3.292,09 Euro übersteigende Betrag voll pfändbar. Diese Grenze steigt auf 3.475,79 Euro.
Die neuen Grenzen müssen ab 1. Juli 2017 auch beim Schutz des Einkommens auf dem P-Konto berücksichtigt werden.
 

 
30.05.2017

Neue Schonvermögensgrenzen für Leistungsberechtigte im SGB XII

Seit dem 1. April 2017 gelten neue Schonvermögensgrenzen für Leistungsberechtigte nach dem 3. und 4. Kapitel des SGB XII, also bei Leistungen zum Lebensunterhalt und Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter voller Erwerbsminderung. Schon zum 1. Januar 2017 traten Neuregelungen zum Einsatz des Vermögens für Leistungsberechtigte, die Hilfe zur Pflege erhalten und für Leistungsberechtigte, die Eingliederungshilfen für behinderte Menschen erhalten, in Kraft. Die Vermögensfreigrenzen im Falle der Hilfe zum Lebensunterhalt und der Grundsicherung aufgrund des Alters oder wegen dauerhafter voller Erwerbsminderung wurden vereinheitlicht. Die unterschiedlichen Freibeträge, je nachdem, ob das 60. Lebensjahr vollendet war oder nicht, gibt es seit dem 1.4.2017 nicht mehr. Auch steht jetzt allen Volljährigen ein identischer Freibetrag zu. Der niedrigere Partnerfreibetrag wurde abgeschafft. Die Schonvermögengrenze beträgt einheitlich 5.000 Euro pro erwachsene Person. Auch alleinstehende Minderjährige erhalten diesen Freibetrag. Für minderjährige Kinder, die unterhalten werden, gibt es jeweils einen zusätzlichen Freibetrag von 500 Euro. Die Freibeträge sind bei der Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem 3. Kapitel und der Grundsicherung nach dem 4. Kapitel SGB XII identisch. Die bisherigen Sonderregelungen für Berechtigte der Blindenhilfe und Bezieher/-innen von Pflegegeld für Schwerstpflegebedürftige entfallen ebenfalls. Auch für diese Personen gilt nun der einheitliche Freibetrag, wenn sie Hilfe zum Lebensunterhalt benötigen. Der Freibetrag kann innerhalb der Einsatzgemeinschaft frei verschoben werden. Entscheidend ist, dass das Gesamtvermögen nicht die Vermögensgrenze der gesamten Einsatzgemeinschaft übersteigt. In der freien Übertragbarkeit der Vermögensfreibeträge zwischen Kindern und ihren Eltern unterscheidet sich die Einsatzgemeinschaft des SGB XII von der Bedarfsgemeinschaft des SGB II. Im SGB II können nicht genutzte Vermögensfreibeträge nur zwischen Partner/-innen übertragen werden. Eine Übertragung nicht genutzter Vermögensfreibeträge zu Kindern oder von Kindern zu Elternteilen ist nicht möglich.
 

 
12.07.2016

Statt Rechtsvereinfachung Rechtsverschärfung im SGB II

Der Bundesrat hat am 8. Juli 2016 dem 9. SGB II-Änderungsgesetz (ÄndG) ohne die Einforderung von Änderungen zugestimmt. Das Gesetz wird somit zum 01.08.2016 wirksam werden.
Mit dieser 75. Änderung des SGB II wird die weitere Etablierung von Sonderrechten gegen Leistungsbeziehen im Rechtskreis des SGB II weiter vorangetrieben. Besonders hervorzuheben sind bei den Rechtsverschärfungen insbesondere die Verkürzung des Rechtsanspruchs auf Vorschuss, die Ausweitung des Kostenersatzes als faktische Einführung einer zweiten Sanktionsebene, die Gesamtangemessenheitsgrenze bei den Kosten der Unterkunft, die Rückforderung von Leistungen bei nicht beigebrachten Unterlagen, die Verkürzung des Zeitrahmens von Überprüfungsanträgen bei zu Unrecht erhobenen Beiträgen von 30 auf 4 Jahre und vieles, vieles mehr. Leider blieben im Gesetz auch eine Vielzahl von Forderungen des BVerfG und dringend notwendige Änderungen bei den Sanktionen fast vollständig unberücksichtigt.
 

 
06.07.2016

Erhöhung Kinderzuschlag

Für Elternpaare und Alleinerziehende mit Anspruch auf Kinderzuschlag, wurde dieser ab dem 01.07.2016 um monatlich bis zu 20 Euro auf 160 Euro erhöht. Kinderzuschlag können Elternpaare und Alleinerziehende auf Antrag pro Kind erhalten, wenn dieses Kind unverheiratet, unter 25 Jahre alt ist, in ihrem Haushalt lebt, sie für dieses Kind Kindergeld beziehen und die weiteren Voraussetzungen erfüllt sind. Neben dem Kinderzuschlag ist vor kurzem auch das Wohngeld erhöht worden. Für Familien, die ein geringes Einkommen haben, kann dies eine Veränderung bedeuten: durch die höheren Leistungen bei Wohngeld und Kinderzuschlag kann es sein, dass sie künftig keine Leistungen vom Jobcenter mehr benötigen. Ob dies der Fall ist, kann am besten in einem Beratungsgespräch mit der Familienkasse vor Ort geklärt werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Internet unter www.familienkasse.de bzw. www.kinderzuschlag.de
 

 
29.12.2015

Notunterkunft für Flüchtlinge in Biesdorf

Die Stadtteilzentren in unserem Bezirk unterstützen die in ihrem Verantwortungsbereich gelegenen Flüchtlingsunterkünfte. So macht es auch das Stadtteilzentrum Biesdorf. Mit ehrenamtlicher Unterstützung Biesdorfer Bürger unterstützte das Stadtteilzentrum am 23.12.2015 den Interimsbetreiber Vielfalt e.V. bei der Herrichtung einer Notunterkunft für Flüchtlinge auf dem Gelände des ehemaligen Wilhelm-Griesinger-Krankenhauses in Marzahn-Hellersdorf. Die am Brebacher Weg 15 gelegene Notunterkunft soll eine Kapazität von rund 300 Plätzen haben und wird am 04.01.2016 in die Trägerschaft der Volkssolidarität wechseln. Die Volkssolidarität will an diesem Standort ein Konzept zur medizinischen und pflegerischen Versorgung von Flüchtlingen umsetzen. Perspektivisch soll die Notunterkunft zu einer Gemeinschaftsunterkunft ausgebaut werden. Das Stadtteilzentrum Biesdorf wird auch weiterhin seinen Beitrag zur Entwicklung und Unterhaltung einer Willkommensstruktur und einer lebendigen Nachbarschaft für und mit Flüchtlingen leisten. Unser Ziel ist es, dass möglichst jeder Flüchtling so früh wie möglich aus seinem ganz individuellen Krisenmodus heraus kommt und erste Übergänge zur Normalität geschaffen werden. Dazu suchen wir Biesdorfer, die uns in diesen Bemühungen ehrenamtlich unterstützen. Wer helfen kann wendet sich bitte an Frau Fichtner oder Herrn Blümke (Telefon: (030) 526 784 593 oder per E-Mail an: stadtteilzentrum.biesdorf@ball-ev-berlin.de).
 

 
12.11.2015

Bezug von Kindergeld ab 01.01.2016

Eine zusätzliche Voraussetzung für den Bezug von Kindergeld ist ab 01.01.2016 die Angabe der Steuer-Identifikationsnummern des Kindergeld-Berechtigten und der Kinder, unabhängig von deren Geburtsdatum. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Kindergeld für jedes Kind nur einmal ausgezahlt wird.
Bei Neuanträgen teilen Eltern den Familienkassen die eigene und die Steuer-Identifikationsnummer der Kinder über den Kindergeldantrag mit. Für Neugeborene erhält der Berechtigte automatisch die Steuer-Identifikationsnummer.
Wird bereits Kindergeld bezogen und die Steuer-Identifikationsnummern wurden der Familienkasse noch nicht mitgeteilt, sollte dies möglichst beim nächsten Kontakt mit der Familienkasse nachgeholt werden. Eine Steuer-Identifikationsnummer wird automatisch durch das Bundeszentralamt für Steuern jeder Person mitgeteilt, die mit Hauptwohnung oder alleiniger Wohnung in einem Melderegister in Deutschland erfasst ist. Die Nummer ist auch auf der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung des Arbeitgebers oder dem Einkommensteuerbescheid verzeichnet.

 

 
14.07.2015

Information zur Krankenversicherung im Rahmen der Grundsicherung für Arbeitssuchende nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II ab dem 01.01.2016

Aufgrund der Änderung der gesetzlichen Krankenversicherung Sozialgesetzbuch - SGB V (Artikel 1 des Gesetzes vom 20.12.1988, BGBI. I S. 2477, 2482), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 27.03.2014 (BGBI. I S. 261) geändert wurde, werden ab dem 01.01.2016 grundsätzlich alle Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld II in der gesetzlichen Krankenversicherung und sozialen Pflegeversicherung versicherungspflichtig, soweit sie nicht der privaten Kranken- und Pflegeversicherung zuzuordnen sind.
Der bisherige Vorrang der Familienversicherung gilt dann nicht mehr.
Dies bedeutet, dass ab dem 01.01.2016 alle leistungsberechtigten Personen, die bisher in der gesetzlichen Krankenversicherung und sozialen Pflegeversicherung familienversichert waren, mit Vollendung des 15. Lebensjahres eigenständig in der gesetzlichen Krankenversicherung und sozialen Pflegeversicherung pflichtversichert sind. Diesen Personen steht als Mitgliedern der Krankenkasse zum 01 .01.2016 auch die Ausübung des Krankenkassenwahlrechts nach §§ 173 ff. SGB V zu.
Alle Personen der Bedarfsgemeinschaft, die bisher familienversichert sind und zum 01.01.2016 das 15. Lebensjahr bereits vollendet haben, sind grundsätzlich verpflichtet, dem Jobcenter binnen zwei Wochen, beginnend ab dem 01.01.2016, eine Mitgliedsbescheinigung der Krankenkasse vorzulegen, bei der sie versichert sein möchten. (§ 175 Abs. 3 S. 1 und 2 SGB V). Dies kann die bisherige Krankenkasse oder eine neu gewählte Krankenkasse sein. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihre Krankenkasse.
 

 
15.06.2015

Großes Familienfest mit Classic Open Air am 05.07.2015

Am 5. Juli 2015 wird es am Helene-Weigel-Platz die Neuauflage des Open-Air Events mit Amphitheater-Atmosphäre geben, das vor zwei Jahren anlässlich des 35-jährigen Jubiläums des Platzes fast 8.000 Besucher zählte. Von 14 bis 22 Uhr wird es auch diesmal ein bunt gemischtes Bühnenprogramm aus Musik, Theater, Show sowie verschiedene Mitmachangebote geben. Im Mittelpunkt des Freiluftkonzertes, das eine nahtlose Brücke von populärer Klassik zu Pop-Klassikern schlagen wird, steht in diesem Jahr das Jugendsinfonieorchester der Hans-Werner-Henze-Musikschule unter der Leitung von ECHO-Preisträger Jobst Liebrecht. Auf der Bühne werden außerdem der Schauspieler Peter Bause und weitere bekannte Bands und Künstler aus dem Bezirk zu erleben sein. Das bunte Programm auf dem Platz wird durch eine außergewöhnliche Fotoausstellung im Alten Rathaus komplettiert. Sie widmet sich dem Leben und Werk von Helene Weigel. Passend zum Motto „Helli lässt grüßen“ werden zusammen mit dem Brecht-Archiv der Akademie der Künste außergewöhnliche Bilder und Zitate der beliebten Schauspielerin und Namensgeberin des Platzes präsentiert. Das Fest auf dem Helene-Weigel-Platz verspricht also ein zauberhafter Nachmittag und Sommerabend in stimmungsvoller Atmosphäre zu werden – abgerundet von einer vielfältigen Konzertgastronomie. Daher unbedingt merken: Am 5. Juli ab 14 Uhr spielt auf dem Helene-Weigel-Platz die Musik!
 

 
29.03.2015

BMAS in Sachen 100 %-Regelsätze für volljährigen Menschen mit Behinderung

Das BSG urteilte mit Datum vom 23.7.2014 - B 8 SO 14/13 R, dass für volljährige Menschen mit Behinderung im Elternhaus und in Wohngemeinschaften der 100 % - Regelsatz zu zahlen ist. Das BMAS hat u.a. mit Erlass vom 8. August 2014 und späteren Schreiben die Nichtanwendung der Umsetzung der BSG – Rechtsprechung angeordnet. Nach massivem öffentlichem Druck und ständiger Veröffentlichung der entsprechenden Rundschreiben, lenkt das BMAS nun ein und beabsichtigt die sog. „wirkungsgleiche“ Umsetzung der BSG-Urteile. Das BMAS erkannt ferner an, dass das BSG durchaus eine Vorschrift auslegen kann ohne eine Vorlage zum BVerfG zu machen. Formell führt das BMAS nunmehr eine Anhörung durch und gibt den davon betroffenen Ländern die Möglichkeit, bis zum 27. März 2015 dazu Stellung zu beziehen. Danach will das BMAS durch Erlass regeln, dass rückwirkend bis zum 01.01.2013 - ohne extra Antrag, Überprüfungsantrag, Widerspruch oder anhängigem Klageverfahren – die Regelsatzstufe 1 nachzuzahlen ist. Das bedeutet, dass für die rund 40.000 Betroffenen 79 EUR pro Monat, rückwirkend bis Jan. 2013, also 28 Monate x 79 EUR = 2.212 EUR nachzuzahlen sind. Dieser Nachzahlungsbetrag ist nach § 44 Abs. 1 SGB I zudem zusätzlich mit 4 % zu verzinsen und nicht als Einkommen anzurechnen ist (§ 82 Abs. 1 S. 1 SGB XII).
 

 
11.02.2015

Auszahltermine Kindergeld 2015

Das Kindergeld wird im Laufe des jeweiligen Monats ausgezahlt, für den ein Anspruch besteht (§ 66 Abs. 2 Einkommensteuergesetz). Der Zeitpunkt für die monatliche Überweisung des Kindergeldes durch die Familienkasse richtet sich nach der jeweiligen Kindergeldnummer. Die Kindergeldnummer wird auf den Kontoauszügen oder in den Schreiben der Familienkasse ausgewiesen. Maßgeblich für den Zeitpunkt der Auszahlung ist die letzte Ziffer (=Endziffer) der Kindergeldnummer. Die Überweisungen beginnen am Monatsanfang für die Kindergeldnummern mit der Endziffer 0 und 1. Im Laufe des Monats wird das Kindergeld für die Kindergeldnummern mit den Endziffern 2 bis 7 überwiesen, für die Endziffern 8 und 9 am Ende des Monats. Beispiele:
bei der Kindergeldnummer 115FK154721 (Endziffer 1) erfolgt die Zahlung zu Beginn des Monats, bei der Kindergeldnummer 735FK124619 (Endziffer 9) erfolgt die Zahlung am Ende des Monats.
Die aktuellen Überweisungstage in 2015 können einem Überweisungsplan entnommen werden. (Link: http://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/BuergerinnenUndBuerger/Detail/index.htm?dfContentId=L6019022DSTBAI523245)
Sollte das Kindergeld nicht durch die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit, sondern durch eine Gehalts- oder Besoldungsstelle des öffentlichen Dienstes ausgezahlt werden, erfolgt die Zahlung zusammen mit dem Lohn bzw. Gehalt für den jeweiligen Monat.
 

 
30.01.2015

Neue Regelbedarfe in der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Ab dem 1. Januar 2015 gelten
neue Regelbedarfe in der Grundsicherung für Arbeitsuchende. Für alleinstehende Bezieher von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld (Hartz IV) erhöht sich der Regelbedarf ab Jahresbeginn auf monatlich 399 €. Die Höhe der Regelbedarfsstufen ab 1.1.2015 im Einzelnen:
Regelbedarfsstufe 1 (alleinstehende und allerziehende Leistungsberechtigte): 399 €
Regelbedarfsstufe 2 (Paare/Bedarfsgemeinschaften): 360 €
Regelbedarfsstufe 3 (Erwachsener im Haushalt anderer): 299 €
Regelbedarfsstufe 4 (Jugendliche von 14 bis unter 18 Jahre): 302 €
Regelbedarfsstufe 5 (Kinder von 6 bis unter 14 Jahre): 267 €
Regelbedarfsstufe 6 (Kinder von 0 bis unter 6 Jahre): 234 €.
 

 
30.09.2013

Abschied vom Schloss Biesdorf nach beinahe 20 Jahren

Nach 7.108 Tagen endet am 30.09.2013 die Stadtteilarbeit des BALL e.V. im Schloss Biesdorf. Die Mitarbeiter/innen des Schlosses haben in den zurückliegenden Jahren dafür gesorgt, dass die mehr als 19 Jahre keinesfalls eine vergängliche Episode in der Geschichte des Hauses sind.
Die Geschichte des Stadtteilzentrums ist insbesondere eine Geschichte von und über Menschen. Denn durch die Komplexität der Handlungsfelder eignet sich die Stadtteilarbeit für arbeitsuchende Langzeitarbeitslose ganz besonders als Betätigungs- und Bestätigungsfeld. Arbeitsuchende partizipierten im Schloss Biesdorf mehrfach. Einerseits waren sie Akteure in der Struktur, waren zugleich Betroffene und sozial Handelnde, andererseits waren sie auch Nutznießer der Vielzahl von Angeboten, die es im Rahmen von Begleitung und Fürsprache und der persönlichen Hilfe Ratsuchender bei der Lösung wirtschaftlicher und sozialer Angelegenheiten nach dem Prinzip: „So viel Hilfe wie nötig, so viel Eigenengagement wie möglich!“, vor Ort gab. Im Schloss Biesdorf erlebten wir in den Jahren die Integrationskraft sinnstiftender Arbeit. Wir lernten gemeinsam was es heißt, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu erfahren und wie sich das auf das Selbstwertgefühl der Mitarbeiter/innen auswirkte. Ganz bewusst wird den Teilnehmer/innen in der Projektarbeit nicht die Verantwortung für ihr Tun genommen, sondern die Einflussnahme zielt vielmehr auf eine Er? oder Aufmunterung zur aktiven Projektarbeit ab. Über die Vergabe von Teilverantwortungen, die Stärkung des Miteinanders wird der Gemeinschaftssinn der Teilnehmer/innen gestärkt, sie werden angehalten die Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen, wodurch es dem BALL e.V. gelang, die soziale Integration der Mitarbeiter/innen zu fördern. Unsere Mitarbeiter/innen schufen Möglichkeiten der Begegnung, des Miteinanders, was sich belebend auf die Gestaltung einer attraktiven, abwechslungsreichen und interessanten Nachbarschafts- Stadtteilarbeit in Biesdorf auswirkte.
Was bleibt nun außer vieler, schöner Erinnerungen? 621.387 Besucher nutzten die Möglichkeiten des Hauses in Zirkeln und Kursen, ließen sich beraten oder brachten sich und ihre Ideen in die Stadtteilarbeit ein. Die Chronik und das Gästebuch des Schlosses ist ein umfassendes Werk und dennoch sollen stellvertretend für die Gesamtleistung des Stadteilzentrums einige Zahlen zeugen: 281 klassische Konzerte, 116 historische Vorträge, 155 literarische Lesungen, 175 Mal Puppentheater für unsere Kleinsten, 153 Ausstellungen oder in 167 Veranstaltungen präsentierten Bürger ihr interessantes Hobby.
Der BALL e.V. wird auch zukünftig ganz in der Nähe des Schlosses Biesdorf, in der „Gelben Villa“ in Alt-Biesdorf 15, für die Bürger Biesdorfs da sein, sozial integrativ wirken und die erforderlichen Strukturen für die aktive Partizipation der Bürger an kommunalen Entwicklungen und einer verantwortlichen Mitgestaltung von Veränderungen bieten.
Das ursprünglich durch den BALL e.V. für das Schloss Biesdorf und seine geplante Galerie entwickelte Konzept der regionalen Kulturarbeit wird auch weiterhin am neuen Standort eine Umsetzung erfahren. Vielleicht erkennt ja der zukünftige Betreiber der Galerie im wiederaufgebauten Schloss die damit verbundenen Chancen und die Episode Schloss Biesdorf und BALL e.V. findet eine Fortsetzung.
Wir danken allen Akteuren und Besuchern für die langjährige, gute Zusammenarbeit!
 

 
11.10.2012

Sozialkommission sucht Mitglieder

das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf sucht Mitglieder für den Ehrenamtlichen Dienst im sozialen Bereich (Sozialkommissionen). Deren Neuwahlen durch die BVV finden im Januar 2013 statt. Die Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen: persönliche Kontakte, Vermittlung in Fragen des sozialen Bedarfs, persönliche Hilfeleistungen, Informationen über soziale Angebote sowie Förderung der Teilnahme am öffentlichen Leben. Im Ehrenamtlichen Dienst können Bürger aus allen Altersgruppen der Bevölkerung aktiv werden. Die Ehrenamtlichen sind unfall- und haftpflichtversichert und erhalten eine monatliche Aufwandsentschädigung in Höhe von derzeit 30 Euro. Sie werden in ihrer Tätigkeit u.a. durch Fortbildungen unterstützt. Interessenten melden sich bis 31. Oktober schriftlich oder telefonisch bei Bärbel Kruse im Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Amt für Soziales, Riesaer Straße 94, 12627 Berlin, Tel. (030)90293 4353, E-Mail baerbel.kruse@bamh.verwalt-berlin.de
 

 
15.06.2012

Neue Rahmenleitlinien für die ehrenamtliche Arbeit im BALL e.V.

Die Jahresmitgliederversammlung beschloss neue Rahmenleitlinien für die ehrenamtliche Arbeit im BALL e.V., welche ab dem 01.07.2012 zur Anwendung kommen werden. Wesentliches Ziel dieser Rahmenbedingungen ist es, die Übernahme von Teilverantwortung von ehrenamtlich tätigen Mitgliedern in den Strukturen des BALL e.V. besser zu honorieren.
 

 
02.05.2012

Neue Wohnaufwendungsverordnung in Berlin

Die neue Rechtsverordnung zu den Kosten der Unterkunft - Weder ausreichend noch rechtssicher!(Link: http://www.berlin.de/sen/soziales/berliner-sozialrecht/land/rv/wav.html)
Die Wohnaufwendungsverordnung (WAV) regelt, in welcher Höhe im Land Berlin Aufwendungen für Unterkunft angemessen im Sinne des § 22 SGB II sind.
Die Mieten explodieren, aber die Richtwerte der Jobcenter für die Übernahme der Wohnkosten blieben seit Jahren unverändert. Jetzt endlich hat der Senat eine neue Rechtsverordnung mit veränderten Werten beschlossen. Wer gehofft hatte, dass die ab dem 01.05.2012 geltende Vorschrift der angespannten Situation am Berliner Wohnungsmarkt gerecht wird, sieht sich getäuscht. Die beschlossene Anhebung der Richtwerte fängt den Preisanstieg bei den Warmmieten von über 20 Prozent seit 2005 nicht auf. Daher wird weiterhin eine große Anzahl von Hartz-IV-Leistungsberechtigten ihre Miete nur zahlen können, wenn sie Geld aus der Regelleistung zuschießen. Die neue Rechtsverordnung verweist auf Wohnungen in einfacher Wohnlage, die in Berlin aber nicht in ausreichender Zahl vorhanden sind, um alle Haushalte mit Sozialeinkommen mit Wohnraum zu versorgen. Dabei bestimmt das Sozialgesetzbuch II als Rechtsgrundsatz, dass es für die als angemessen bestimmten Kaltmieten auch Wohnraum geben muss! In der neuen Rechtsverordnung erfolgt eine pauschale Festlegung der kalten Betriebskosten anhand des Betriebskostenspiegels auf 1,44 Euro pro Quadratmeter. Diese pauschale Festlegung ist nicht zuletzt wegen der veralteten Datenlage ihrer Bestimmung aus dem Jahre 2009 nicht akzeptabel. Unberücksichtigt bleibt bspw. auch das Baualter, die Lage und Ausstattung der Gebäude, die vom Mieter kaum zu beeinflussen sind. Ähnlich verhält es sich bei der beabsichtigten Pauschalierung bei den Heizkosten nach Gebäudefläche und Energieträger. Eine solche Pauschalierung lässt den energetischen Zustand der Gebäude und die Lage der Wohnung in dem Gebäude völlig außer Acht. Auf der Grundlage des Konzepts zu dieser Verordnung wird eine Gesamtangemessenheitsgrenze gebildet und ergänzend gilt eine Quadratmeterhöchstmiete. Auch die bisher in Berlin geltende Schutzregelung, wonach vor einer Kostensenkung eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für den Umzug angestellt werden muss, ist in der neuen Rechtsverordnung nicht mehr ausdrücklich enthalten. Was angemessen oder nicht angemessen ist, werden auch zukünftig die Sozialgerichte entscheiden müssen, weil die Betroffenen anders nicht zu ihrem Recht kommen werden. Die neue Verordnung ist weder ausreichend noch schafft sie Rechtssicherheit.
Die neuen Richtwerte für Bruttowarmmieten in Berlin ab dem 01.05.2012 sind:
1 Person (50 m²) von 378,00 EUR auf Durchschnittsrichtwert Bruttowarmmiete von 394,00 EUR (+4,23%)
2 Personen (60 m²) von 444,00 EUR auf Durchschnittsrichtwert Bruttowarmmiete von 472,50 EUR (+6,42%)
3 Personen (75 m²) von 542,00 EUR auf Durchschnittsrichtwert Bruttowarmmiete von 578,00 EUR (+6,64%)
4 Personen (85 m²) von 619,00 EUR auf Durchschnittsrichtwert Bruttowarmmiete von 665,00 EUR (+7,43%)
5 Personen (97 m²) von 705,00 EUR auf Durchschnittsrichtwert Bruttowarmmiete von 766,00 EUR (+8,65%)
Quelle: Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales nach Berliner Zeitung vom 4.4.2012)
 

 
05.01.2012

20. Gründungsjubiläum BALL e.V. und Fachgespräch am 18.01.2012

Der eingetragene Verein BALL e.V. feiert im Januar 2012 seinen 20. Jahrestag des Bestehens. In den 20 Jahren hat sich der Verein als arbeitsmarktorientierter Beschäftigungsträger zu einem in den Bezirken Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg anerkannten Anbieter soziokultureller Angebote entwickelt. Die Besonderheit: in den Projekten des BALL e.V. gestalten Arbeit Suchende als Betroffene und gleichzeitig sozial Handelnde eine kiezbezogene soziale Arbeit. Zumeist langzeitarbeitslose Menschen erhalten in den Projekten des BALL e.V. eine Chance zum gemeinwohlorientierten Mittun. Sie arbeiten im Team, erfahren Anerkennung ihres Wirkens, machen neue berufliche und soziale Erfahrungen, werden motiviert Ideen und Initiativen zu entwickeln, erhalten Unterstützung bei persönlichen Problemen und in ihrem Bemühen, in den regulären Arbeitsmarkt zurückzukehren. Für 934 Menschen erfüllte sich bisher der Wunsch auf Rückkehr in bezahlte Erwerbsarbeit, viele Andere konnten in Nutzung gewährter Unterstützungsleistungen ihre konkrete Lebenssituation verbessern. Die ab April 2012 wirksam werdende Instrumentenreform in der Arbeitsförderung stellt auch den BALL e.V. vor neue, ernst zu nehmende Herausforderungen. Zur Klärung der Fragestellung, wie es uns gelingen kann, auch weiterhin eine erfolgreiche Arbeit zum Nutzen der Arbeit Suchenden und der kommunalen Infrastruktur zu leisten, ist für den 18. Januar 2012 ab 16.00 Uhr im Schloss Biesdorf ein Fachgespräch geplant.
 

 
03.01.2012

Neue Regelbedarfe in der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Ab dem 1. Januar 2012 gelten
neue Regelbedarfe in der Grundsicherung für Arbeitsuchende. Für alleinstehende Bezieher von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld (Hartz IV) erhöht sich der Regelbedarf ab Jahresbeginn auf monatlich 374 €. Die Höhe der Regelbedarfsstufen ab 1.1.2012 im Einzelnen:
Regelbedarfsstufe 1 (alleinstehende und allerziehende Leistungsberechtigte): 374 €
Regelbedarfsstufe 2 (jeweils für 2 in einem gemeinsamen Haushalt lebende Partner): 337 €
Regelbedarfsstufe 3 (eLb ohne eigenen oder gemeinsamen Haushalt mit einem Partner): 299 €
Regelbedarfsstufe 4 (Jugendliche von 14 bis unter 18 Jahre): 287 €
Regelbedarfsstufe 5 (Kinder von 6 bis unter 14 Jahre): 251 €
Regelbedarfsstufe 6 (Kinder von 0 bis unter 6 Jahre): 219 €
Einige vom Regelbedarf abhängigen Mehrbedarfe, zum Beispiel für Alleinerziehende, fallen ebenfalls höher aus.
 

 
04.11.2011

Hartz IV - Jetzt Pfändungsschutzkonten einrichten

Zum Jahreswechsel stehen wichtige Änderungen zum Kontenpfändungsschutz an, die insbesondere Menschen im Rechtskreis des SGB II betreffen. (Empfänger von Grundsicherung und Empfänger von Kinderzuschlag). Der bisherige 14tägige gesetzliche Pfändungsschutz von Sozialleistungen fällt zum 1. Januar 2012 weg.
Von Kontenpfändung betroffene Menschen sollten daher bestehende Konten schnellstmöglich in ein sogenanntes Pfändungsschutzkonto umwandeln. Durch eine Umwandlung wird automatisch ein Grundfreibetrag in Höhe von 1.028,89 Euro geschützt. Der persönliche Freibetrag kann unter Umständen aber auch höher ausfallen. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn auf ein Konto für mehrere Personen Leistungen aus der Grundsicherung überwiesen werden oder wenn auf dem Konto andere Transferleistungen (beispielsweise Kindergeld oder Kinderzuschlag) eingehen.
Die Umwandlung in ein Pfändungsschutzkonto erfolgt auf Antrag durch die kontoführende Bank. Geht der Pfändungsschutz über den persönlichen Freibetrag hinaus, ist ein Nachweis erforderlich. Dieser Nachweis kann über eine Bescheinigung erfolgen. Soweit es sich um Leistungen aus der Grundsicherung handelt, kann diese Bescheinigung beim zuständigen Jobcenter eingeholt werden. Werden Sozialleistungen nur einmalig erbracht, genügt zum Nachweis in der Regel der Bewilligungsbescheid.
Für Bezieher von Kindergeld und Kinderzuschlag ist in der Regel der Bescheid der Familienkasse als Nachweis ausreichend.
Wird das Konto nicht rechtzeitig in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt besteht für Leistungsbezieher die Gefahr, dass zum Jahresanfang nicht über eingegangene Geldleistungen, wie zum Beispiel das Arbeitslosengeld II, verfügt werden kann.
 

 
05.04.2011

Sozialwahl 2011

Als Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung führt Johannes Reichmann seit Jahren im BALL e.V. Sprechstunden zu Rentenfragen durch (Bürgerhaus Südspitze, telefonische Anmeldung täglich von 9 bis 15 Uhr unter 030/ 54 22 15 5). Dazu gehören die Beratung, das Ausfüllen aller Rentenunterlagen, das Beglaubigen von Dokumenten in Rentenfragen sowie das Annehmen und Weiterleiten der Rentenunterlagen usw. - natürlich kostenlos.
Die Versichertenberater werden im Rahmen der Sozialwahlen indirekt gewählt. Die nächsten Sozialwahlen finden als Briefwahlen im ersten Halbjahr 2011 statt. Die Briefwahlunterlagen bekommen die Bürger etwa ab April sowohl für die Wahl der Beiräte zu den Gesetzlichen Krankenkassen als auch zur Wahl der Beiräte bei den Deutschen Rentenversicherungen zugesandt. Gewählt werden nicht Personen, sondern Listen von Sozialverbänden und Gewerkschaften. Unabhängig von der Zughörigkeit zu einer Krankenkasse oder Rentenversicherung können die Bürger jede der aufgeführten Listen wählen.
Johannes Reichmann engagiert sich für die BARMER GEK – Gemeinschaft, die insbesondere für folgende Ziele eintritt:
• Auch in Zukunft muss die Rente Ausdruck der Lebensarbeitsleistung sein. Die Versicherten müssen auf ihre gesetzlich garantierte Altersversorgung vertrauen können, und die Rentenansprüche müssen für die Lebensplanung verlässlich sein. Dies ist verfassungsrechtlich zu garantieren und darf nicht vermeintlichen tagespolitischen Interessen zum Opfer fallen. Eine Rentenhöhe nach Kassenlage lehnen wir ab.
• Das Angleichen der Ostrenten an die Westrenten ist eine vordringliche Aufgabe. Obwohl in den Programmen der Regierungen immer enthalten, wurde dafür in den letzten Jahren nichts getan, eher dieser notwendige Schritt weiter verhindert. So darf es nicht weitergehen.
• Die deutsche Sozialversicherung hat sich in den Jahrzehnten ihres Bestehens als Garant für den sozialen Frieden und Fortschritt bewährt. Allerdings leidet das Vertrauen der Versicherten in die Zukunftsfähigkeit unseres Sozialversicherungssystems unter den zahlreichen politischen Eingriffen, die zu Kostenverlagerung und übermäßiger Bürokratie führen. Daher muss der Selbstverwaltung die Möglichkeit der weitgehenden eigenverantwortlichen Ausgestaltung der Sozialversicherung zurückgegeben werden.
• Das Prinzip der solidarischen Finanzierung, wonach u.a. der finanziell Stärkere für den Schwächeren und der Gesunde für den Kranken eintritt, muss grundsätzlich erhalten bleiben. Gleiches gilt für die paritätische Finanzierung der Sozialversicherung, die Ausdruck der gemeinsamen Verantwortung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern in der sozialen Marktwirtschaft ist.
Damit Herr Reichmann seine Tätigkeit als Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung fortsetzen kann, bitte wir Sie um Teilnahme an der Sozialwahl 2011. Bitte kreuzen Sie auf den Wahllisten der Deutschen Rentenversicherung die BARMER GEK – Gemeinschaft, Listennummer 7, und bei den Krankenversicherungen ebenfalls die BARMER GEK – Gemeinschaft, Listennummer 1 an.
Die Briefwahlunterlagen können Sie portofrei an die aufgedruckten Adressaten bis 1. Juni 2011 zurücksenden.
 

 
01.02.2010

Urteilsverkündung Bundesverfassungsgericht zu den Regelsätzen

Am 09.02.2009 wird das Bundesverfassungsgericht sein Urteil verkünden, ob §§ 20 und 28 SGB II und damit die Festlegung und die Höhe der Regelleistung - also die Regelsätze für Erwachsene nach § 20 des Zweiten Sozialgesetzbuches (§ 20 SGB II) UND die Regelsätze für Kinder nach § 28 des Zweiten Sozialgesetzbuches (§ 28 SGB II) mit dem Grundgesetz vereinbar sind. Bei der Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) am 20. Oktober 2009 hatten die Bundesverfassungsrichter unter Vorsitz des Präsidenten des BVerfG Prof. Dr. Hans-Jürgen Papier deutliche Bedenken an der Verfassungsmäßigkeit der Hartz IV-Regelsätze zu erkennen gegeben und eine über Hartz IV hinaus gehende grundsätzliche Prüfung des soziokulturellen Existenzminimums in Aussicht gestellt. Für den Fall, dass ein von Hans-Jürgen Papier angesprochenes „materielles Unrecht“ in Sachen Hartz IV, also ein zu niedriger Regelsatz, auch für die Vergangenheit festgestellt werden sollte, haben die Betroffenen eine Chance, auch rückwirkende Ausgleichszahlungen zu erhalten. Diese haben jedoch nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn vor der Urteils-Verkündung des BVerfG mit einem Überprüfungsantrag gem. § 44 SGB X die bereits rechtskräftigen Hartz IV-Leistungsbescheide bis auf 4 Jahre zurückgehend angefochten wurden. Ein solcher Überprüfungsantrag kommt der Ausschlussregelung des § 40 Abs. 1 S. Nr. 1 SGB II i.V.m. § 330 Abs. 1 SGB III nur zuvor, wenn dieser vor der Verkündung des Bundesverfassungsgerichts-Urteils am 09. Februar 2010 gestellt wurde. Entsprechende Musteranträge werden unter www.hartz4-plattform.de zur Verfügung gestellt.
 

 
03.09.2009

Marzahner Bilder: 30 Jahre – 60 Werke, Kunst und Kultur in der Markthalle Marzahn

Zum 30. Jahrestag der Gründung des Stadtbezirks Marzahn wurde, unterstützt vom allod-Stadtteilmanagement, durch das Zentrum für Kultur- und Zeitgeschichte, eine Ausstellung mit 60 Werken von 13 Malern und Grafikern vorbereitet, welche die Aufbaujahre des Bezirkes künstlerisch begleiten und kommentieren. Die Bilder sind Leihgaben des Kunstarchivs Beeskow und die Exposition wird in der Markthalle Marzahn im Blumberger Damm 130 ab dem 12. September 2009 für einen Monat täglich von 12 bis 20 Uhr für Besucher geöffnet sein.
Die Werkschau Marzahner Bilder: 30 Jahre – 60 Werke wird ergänzt und gerahmt durch Vi-deoinstallationen, in denen bekannte DDR-Künstler ihre Arbeiten reflektieren. Als anregende und vielleicht auch aufregende wirkungsgeschichtliche Reflexion gedacht ist die großformatige Präsentation einer Auswahl historischer Presseartikel zum Thema Kunst in der DDR, mit der das Zentrum für Kultur- und Zeitgeschichte einen Einblick in die Bestände des Zeitgeschichtlichen Archivs ermöglicht.
An mehreren Abenden werden Jazz- und Liedermacherkonzerte, Lesungen stattfinden - als besonderer Höhepunkt – ein sinfonisches Konzert des Brandenburgischen Konzertorchester Eberswalde.
Eine Podiumsdiskussion wird sich mit dem komplizierten Vermittlungsprozess von Kunst und Alltag beschäftigen und eine weitere mit der Berliner Wirtschaft und ihren Besonderheiten vor und nach der Vereinigung der beiden Stadthälften.
Ein ganzer Tag wird mit Clowns, einem Puppenbühnenprogramm und einigen Überraschungen ganz und gar den Kindern gewidmet sein.
Der Eintritt in die Werkschau und die interaktive Kunstinstallation sowie für die Podiumsdiskussionen ist frei. Für die anderen Veranstaltungen kostet der Eintritt zwischen 3 und 8 Euro.
 

 
01.05.2009

Neue Spätlese erschienen

Die Ausgabe Mai/Juni 2009 des Senioren-Magazins „Spätlese" ist online:www.marzahn-hellersdorf.de
 

 
20.01.2009

Abschied und Frühlingserwachen

Der Kieztreff „Zechline“ schliesst am 30.01.2009 seine Pforten. Die Ära eines gemütlichen Kieztreffs mit Kaffee, Kuchen und Bier geht dann zu Ende.
Neu erwachen und erblühen wird die „Zechline“ am 01.03.2009 nach umfangreichem Umbau. Dann ist aus dem Kieztreff ein Stadtteilbüro geworden. Viele Beratungsangebote warten dann auf interessierte Besucher. Auch wesentliche Aufgaben rund um den Bürgerhaushalt im Prognoseraum Alt-Hohenschönhausen wird das neue Stadtteilbüro übernehmen. Sie haben Fragen, wollen mitmachen – hier ist am März ihr neuer Anlaufpunkt!
Das Altbewährte braucht aber niemand schmerzlich zu vermissen – was immer in der Zechline geboten wurde, findet man nun im Kiezclub MAGNET in der Strausberger Strasse 5. Und auch viel Neues gibt es zu entdecken für die, die bisher im Kieztreff „Zechline“ gern ihre Freizeit verbrachten.
Wir freuen uns auf Sie – im Kiezclub MAGNET und im neuen Stadtteilbüro in der Zechliner Straße. Beide Einrichtungen sind selbstverständlich barrierefrei.
 

 
20.01.2009

Senior/innen im soziokulturellen Stadtteilzentrum Kiezclub MAGNET – aktiv und gut gelaunt

Der Kiezclub MAGNET in der Strausberger Strasse war früher ein Kindergarten. Kinder kommen auch heute noch oft und gern hierher. Zum Kino, zum Basteln, zum Spielen im Garten...
Doch längst ist aus dem ehemaligen Kindergarten ein Haus für alle geworden – generationenübergreifend und offen.
Die Seniorinnen und Senioren gehören hier im Haus zu den aktivsten Besuchern. Schon am Montagmorgen gegen zehn hört man sie lachen und schwatzen. Dann ist der Veranstaltungsraum meist bis auf den letzten Platz gefüllt. Es ist Zeit für den wöchentlichen Seniorenfrühsport. Bei Entspannungsübungen und Stuhlgymnastik vergehen neunzig Minuten wie im Flug. Anschließend geht es zum gemeinsamen Frühstück. Gesundes, auch für Diabetiker geeignetes Essen steht auf dem Plan. Was es gibt, ist jedes Mal eine Überraschung. Wer Fragen rund um Essen und Gesundheit hat, bekommt diese nun beantwortet. Und es bleibt viel Zeit für einen ausgelassenen Plausch.
Bewegung gibt es auch dienstags beim Line Dance. Hier tanzt man zu amerikanischen Rhythmen nebeneinander. Das macht viel Spaß und ist auch praktisch – man kann sich kaum auf die Füße treten!
Die ganze Woche über ist die Keramikwerkstatt ab Mittag geöffnet. Auch hier sind Senior/innen aktiv und jederzeit willkommen. Man kann Keramik nach eigenen Vorstellungen gestalten oder aus unzähligen Gießformen ein Motiv auswählen. Vom Gießen oder Formen bis zum Brennen und Bemalen – alles kann man selbst probieren. Fachkundige Anleitung und gute Laune gibt es natürlich auch.
Mittwochs kann man bei der Gestaltung von Aquarellen der Phantasie freien Lauf lassen. Auch hier sind Gesellschaft und Anleitung selbstverständlich gegeben. Unsere Aquarellmaler haben schon erstaunliche Werke hervorgebracht. Die besten von ihnen werden auch im Haus ausgestellt.
Kopf und Finger werden auch donnerstags bei der Porzellanmalerei trainiert. Feine Linien und Muster, Blumen, Vögel – tausende Motive lassen sich frei nach Phantasie auf Tassen, Teller und anderes zaubern. Gemeinsam mit anderen macht das natürlich viel Freude und man braucht nie wieder überlegen, was man zu Weihnachten verschenkt – denn man schafft ständig Unikate!
Donnerstags kann man mit Englisch seinen Kopf trainieren. Hier geht es nicht ums Vokabelpauken um jeden Preis. Man trifft sich in gemütlicher Runde, lernt Englisch, lockert Geist und Zunge mit englischen Wörtern und Sätzen. Der Spaß am Sprechen und Zusammensein steht hier im Vordergrund. Englisch kann man immer brauchen – um die Enkel zu verstehen oder doch nochmal auf die große Reise zu gehen. Und wie lustig es ist, wenn man die Englischen Lieder im Radio hört und versteht, wie verrückt die Texte sind... Auch mit mehr als siebzig Jahren macht so etwas großen Spaß.
Ab März wird es auch wieder einen Chor im Kiezclub geben. – Wie man sieht: Senioren sind immer im Kiezclub willkommen und liegen uns am Herzen. Seniorinnen und Senioren sind aktiv, neugierig und immer auf Draht. Sie erstaunen uns und stecken mit ihrer Energie jeden an. Sie sind uns herzlich willkommen.
 

 
16.07.2008

Beistände nach § 13 SGB X

Vielen Erwerbslosen graut es davor, zum Amt gehen zu müssen. Ein fairer Umgang miteinander auf gleicher Augenhöhe und die Einhaltung rechtstaatlicher Verfahren ist leider keineswegs „Standard“ auf den Ämtern.
Da kann es Wunder wirken, wenn mensch nicht alleine aufs Amt geht, sondern von seinem Recht gebrauch macht und einen „Beistand“ mitnimmt (§ 13 SGB X). Ihre bloße Anwesenheit auf der Behörde ist fast schon ihre wichtigste Eigenschaft. Der Umgangston und das Klima verbessern sich in der Regel deutlich, festgefahrene Dinge können geklärt und Leistungsansprüche durchgesetzt werden. Beistände können für Leistungsberechtigte bares Geld wert sein. Und sie sind eine Form gelebter Solidarität, die Erwerbslose stärkt und die Selbstorganisation befördert.
Wenn ein Beistand zum Amt mitgeht gilt: Eine gute Vorbereitung ist der halbe Erfolg!
Die Mitwirkenden müssen zwar nicht die absoluten Experten im SGB-II-Recht sein. Wichtig ist aber, dass mensch Ruhe bewahren kann, kommunikative Fähigkeiten im Umgang mit dem Amt mitbringt, den Einzelfall des Betroffenen sowie seine Rechte als Beistand kennt. Der Joker des Beistandes ist ja gerade, dass sie oder er nicht direkt betroffen ist und daher mit einer gewissen Distanz und Souveränität in die Verhandlungen eingreifen kann.
Wichtige Vorrausetzung für ein glaubwürdiges und zielgerichtetes Auftreten gegenüber der Behörde ist, dass Beistände den zugrunde liegenden Sachverhalt kennen und sich über die rechtlichen Anspruchsvoraussetzungen informiert haben. Natürlich müssen sich „Betroffene“ und ihre Begleitung einig sein über die Zielsetzung ihres Auftritts. Wichtig ist aber auch, dass Betroffene und ihr Bestand bei der Diskussion mit der Behörde auf die Klärung von Lebensumständen, die Darstellung von Notlagen oder den Beleg bestimmter Tatsachen abzielen, dass sie argumentativ „auf dem Boden bleiben“. Der Beistand muss beispielsweise nicht den Juristen abgeben, der er oder sie nicht ist.
Wenn es darum geht, einen Gesprächsverlauf zu rekonstruieren, z.B. um mündliche Zusagen der Behördenmitarbeiter einzufordern, oder zu belegen, dass bestimmte Dokumente persönlich eingereicht oder in den Postkasten eingeworfen wurden, sind Verwandte leider nur Zeugen zweiter Klasse. Geeigneter für die Glaubhaftmachung solcher Vorgänge ist es, wenn Beistand und Zeuge nicht mit dem Betroffenen verwandt oder verschwägert ist.
 

 
04.09.2007

In der Presse gefunden

In der Berliner Zeitung vom 31.08.2007 fanden wir folgende Information: Mehr Geld für Ost-Rentner - Zehntausende Rentner in den neuen Ländern haben Anspruch auf eine höhere Rente. Nach einem Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) in Kassel müssen die in der technischen Intelligenz und weiteren Berufen gezahlten Jahresendprämien bei der Berechnung der Rente berücksichtigt werden. Dies war nicht geschehen. Laut Sozialgesetzbuch sind auf Antrag Nachzahlungen auch rückwirkend für bis zu vier Jahre möglich. (Az: B 4 RS 4/06 R) - Wir empfehlen unseren Mitgliedern eine Prüfung ihrer Unterlagen, vielleicht sind sie ja als Nutznießer dieser erfolgten Rechtssprechung.
 

 
31.07.2007

Begutachtungsverfahren zum Qualitätsmanagementsystem

Die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen DQS GmbH führte im Juni planmäßig die Begutachtung zur Systemförderung nach DIN EN ISO 9001:2000 durch. Im Ergebnis wurde dem BALL e.V. bestätigt, dass die Prozesse und Abläufe des BALL e.V. angemessen beschrieben sind und in der Praxis von allen Mitarbeitern auch wirksam umgesetzt werden. Das QMS wurde weiter entwickelt und stellt eine normenkonforme verbesserte Arbeitsgrundlage dar. Seitens der DQS GmbH wurde dem BALL e.V. bestätigt, dass das Zertifikat ohne Einschränkungen weiterhin seine Gültigkeit behält.
 

 
15.03.2007

Die 400.000 Besucherin seit 1994 im Schloss Biesdorf

Im Rahmen des Schlosskonzertes am 11.03.2007 konnte mit Frau Burgunda Berndt die 400.000 Besucherin im Schloss Biesdorf begrüßt werden. Das Team überreichte einen Blumenstraß und eine Ehrenurkunde zur Erinnerung an diesen Moment. Das Schlosskonzert "Jugend musiziert" war ein vielfältiger und beeindruckender Rahmen und der BALL e.V. wird seine Zusammenarbeit mit der Musikschule in der Zukunft weiter ausbauen.
 

 
08.01.2007

Feierliche Mitgliederversammlung

anläßlich des 15-jährigen Bestehens lädt der Vorstand des BALL e.V. die Mitglieder am 20.01.2007 zu 10.00 Uhr in das Schloss Biesdorf zu einer feierlichen Mitgliederversammlung.
 

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